Bei der Vorbereitung auf die Rabattaktionen im November gehen Sie vielleicht davon aus, dass Sie Ihre Anzeigentexte einzeln geprüft haben. Doch durch die Funktion automatische Promotions in Google Ads kann in Ihren Anzeigen inzwischen auch ein Rabatt erscheinen, den Sie selbst gar nicht eingegeben haben. Google kann die Aktionen auf Ihrer Website eigenständig crawlen und Ihren Anzeigen hinzufügen, und diese Einstellung ist standardmäßig aktiviert.
In diesem Leitfaden erklären wir Schritt für Schritt, was hinter der Funktion steckt, bei welchen Kampagnen sie greift, wie Sie die von Google hinzugefügten Promotions finden und wie Sie die Einstellung bei Bedarf deaktivieren. So verhindern Sie, dass rund um den Black Friday ein abgelaufener oder falscher Rabatt in Ihrer Anzeige erscheint.
Klären wir zunächst den Grundbegriff. Ein Angebots-Asset (Promotion Asset) ist eine zusätzliche Zeile unter Ihren Suchanzeigen, die einen Rabatt oder eine Aktion gesondert hervorhebt. Normalerweise erstellt der Werbetreibende dieses Asset selbst und gibt Rabatthöhe, Gültigkeitszeitraum und Bedingungen manuell ein.
Laut dem Beitrag von Granular Marketing zum Google Ads Update vom Oktober 2026 kann Google Ads seit dem 12. Oktober 2026 Promotions auf der Website des Werbetreibenden selbst erkennen und in Angebots-Assets umwandeln. Eine Rabattankündigung auf Ihrer Startseite, einer Aktionsseite oder einer Produktseite kann also ohne Ihre Freigabe in Ihre Anzeige übernommen werden.
Laut derselben Quelle heißt diese Einstellung Automated promotions und ist standardmäßig aktiviert. Kurz gesagt: Wenn Sie nichts unternehmen, beginnt die Funktion automatisch für Sie zu arbeiten.
Die Funktion ist nicht bei jedem Kampagnentyp und nicht unter allen Bedingungen aktiv. Laut Granular Marketing müssen für automatische Promotions folgende Voraussetzungen erfüllt sein:
Der letzte Punkt liefert einen wichtigen Hinweis: Enthält Ihre Kampagne bereits ein selbst angelegtes, aktuelles Angebots-Asset, greift die automatische Promotion in dieser Kampagne nicht. Das ist einer der Wege, die Kontrolle zu behalten.
Auf dem Papier sparen automatische Promotions Zeit. In intensiven Aktionsphasen ändern sich die Informationen auf Ihrer Website jedoch sehr schnell, und was Google erfasst, ist nicht immer der aktuellste Stand. Im November sollten Sie besonders auf folgende Situationen achten:
Denken Sie auch daran, dass Sie für jeden Klick auf Ihre Anzeige bezahlen. Ein Besucher, der mit falschen Rabatterwartungen kommt, verbraucht Ihr Budget und verlässt die Website womöglich, ohne zu konvertieren.
Bevor Sie entscheiden, die Einstellung zu deaktivieren, sollten Sie sich zunächst einen Überblick über den aktuellen Stand verschaffen. Laut Granular Marketing finden Sie die von Google erstellten Promotions folgendermaßen:
Wenn Ihr Konto mehrere Kampagnen enthält, erleichtert eine Prüfung auf Kampagnenebene, zu erkennen, welche Anzeigengruppe betroffen ist.
Auf diese Frage gibt es keine allgemeingültige Antwort. Für ein Unternehmen, das seine Website regelmäßig aktualisiert und Aktionen klar kommuniziert, kann die Funktion nützlich sein. Sind Ihre Aktionsseiten jedoch unübersichtlich oder fehlen Ihnen in der Hochsaison die Ressourcen, die Website täglich zu aktualisieren, ist es sicherer, die Kontrolle selbst zu behalten.
Laut der Quelle lässt sich die Einstellung Automated promotions deaktivieren, indem man sie auf Off stellt. Gehen Sie dazu wie folgt vor:
Wenn Sie die Funktion weiter nutzen möchten, achten Sie auf folgende Punkte, um die Risiken zu verringern:
Ob Sie die Einstellung deaktivieren oder aktiviert lassen: Eine feste Kontrollroutine erleichtert Ihnen die Arbeit in der rabattstarken Zeit. Die folgenden Punkte können Sie wöchentlich oder, je nach Aktionsaufkommen, täglich zur Gewohnheit machen:
Da die automatischen Promotions ihre Informationen direkt von Ihrer Website beziehen, wird auch die Ordnung auf Ihrer Website Teil dieses Prozesses. Alte Aktionsseiten, vergessene Pop-ups oder veraltete Banner begegnen nun nicht mehr nur Ihren Besuchern, sondern können auch in Ihren Anzeigen auftauchen.
Räumen Sie Ihre Website vor dem November kurz auf: Listen Sie alle aktiven Aktionsseiten auf, entfernen Sie abgelaufene und formulieren Sie die Bedingungen neuer Aktionen eindeutig. Wenn Ihr Onlineshop viele Produkte und Aktionen umfasst, können Sie auch überlegen, für diese Ordnung Unterstützung im E-Commerce-Management in Anspruch zu nehmen.
Wenn Sie Ihre Anzeigeneinstellungen und Angebots-Assets rund um den Black Friday von Profis prüfen lassen möchten, werfen Sie einen Blick auf den Service für Anzeigenmanagement von Collapssi.
Laut Granular Marketing gilt die Funktion für Such- und Performance Max-Kampagnen. Die Kampagne muss ein Standort-Asset enthalten und darf kein manuell erstelltes Angebots-Asset haben.
Ja. Die Einstellung Automated promotions ist standardmäßig aktiviert und lässt sich deaktivieren, indem man sie auf Off stellt.
Filtern Sie im Bereich Assets nach dem Asset-Typ Promotion. Von Google erstellte Promotions sind in der Spalte Added by mit Google AI gekennzeichnet.
Wenn Sie Ihrer Kampagne manuell ein eigenes Angebots-Asset hinzufügen, greift laut der Quelle die automatische Promotion in dieser Kampagne nicht. Zusätzlich empfiehlt es sich, die mit Google AI gekennzeichneten Assets regelmäßig zu prüfen.
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