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Automatische Promotions in Google Ads: Der Check vor dem Black Friday

🗓 ⏱ 7 Min. Lesezeit✍️ Elif Yazar, Blogger
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Bei der Vorbereitung auf die Rabattaktionen im November gehen Sie vielleicht davon aus, dass Sie Ihre Anzeigentexte einzeln geprüft haben. Doch durch die Funktion automatische Promotions in Google Ads kann in Ihren Anzeigen inzwischen auch ein Rabatt erscheinen, den Sie selbst gar nicht eingegeben haben. Google kann die Aktionen auf Ihrer Website eigenständig crawlen und Ihren Anzeigen hinzufügen, und diese Einstellung ist standardmäßig aktiviert.

In diesem Leitfaden erklären wir Schritt für Schritt, was hinter der Funktion steckt, bei welchen Kampagnen sie greift, wie Sie die von Google hinzugefügten Promotions finden und wie Sie die Einstellung bei Bedarf deaktivieren. So verhindern Sie, dass rund um den Black Friday ein abgelaufener oder falscher Rabatt in Ihrer Anzeige erscheint.

Was sind automatische Promotions in Google Ads?

Klären wir zunächst den Grundbegriff. Ein Angebots-Asset (Promotion Asset) ist eine zusätzliche Zeile unter Ihren Suchanzeigen, die einen Rabatt oder eine Aktion gesondert hervorhebt. Normalerweise erstellt der Werbetreibende dieses Asset selbst und gibt Rabatthöhe, Gültigkeitszeitraum und Bedingungen manuell ein.

Laut dem Beitrag von Granular Marketing zum Google Ads Update vom Oktober 2026 kann Google Ads seit dem 12. Oktober 2026 Promotions auf der Website des Werbetreibenden selbst erkennen und in Angebots-Assets umwandeln. Eine Rabattankündigung auf Ihrer Startseite, einer Aktionsseite oder einer Produktseite kann also ohne Ihre Freigabe in Ihre Anzeige übernommen werden.

Laut derselben Quelle heißt diese Einstellung Automated promotions und ist standardmäßig aktiviert. Kurz gesagt: Wenn Sie nichts unternehmen, beginnt die Funktion automatisch für Sie zu arbeiten.

Bei welchen Kampagnen greift die Funktion?

Die Funktion ist nicht bei jedem Kampagnentyp und nicht unter allen Bedingungen aktiv. Laut Granular Marketing müssen für automatische Promotions folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Kampagnentyp: Die Funktion gilt für Such- und Performance Max-Kampagnen. Performance Max ist der Kampagnentyp, mit dem Google über eine einzige Kampagne KI-gestützte Anzeigen in der Suche, auf YouTube, in Gmail und weiteren Kanälen ausspielt.
  • Standort-Asset: Der Kampagne muss ein Standort-Asset (das Asset, das die Adresse Ihres Unternehmens in der Anzeige zeigt) hinzugefügt sein.
  • Kein manuell erstelltes Angebots-Asset: In der Kampagne darf kein von Ihnen erstelltes Angebots-Asset vorhanden sein.

Der letzte Punkt liefert einen wichtigen Hinweis: Enthält Ihre Kampagne bereits ein selbst angelegtes, aktuelles Angebots-Asset, greift die automatische Promotion in dieser Kampagne nicht. Das ist einer der Wege, die Kontrolle zu behalten.

Warum ist diese Einstellung vor dem Black Friday riskant?

Auf dem Papier sparen automatische Promotions Zeit. In intensiven Aktionsphasen ändern sich die Informationen auf Ihrer Website jedoch sehr schnell, und was Google erfasst, ist nicht immer der aktuellste Stand. Im November sollten Sie besonders auf folgende Situationen achten:

  • Abgelaufene Aktionen: Ein alter Banner oder eine Sommer-Sale-Seite, die Sie vergessen haben zu entfernen, kann erneut in Ihrer Anzeige auftauchen.
  • Rabatte mit Bedingungen: Ein Rabatt, der erst ab einem bestimmten Bestellwert oder nur für einzelne Produkte gilt, kann in der Anzeige wie ein bedingungsloser Rabatt wirken.
  • Zu frühe oder zu späte Ausspielung: Der Ankündigungstext einer noch nicht gestarteten Aktion kann vorzeitig in der Anzeige erscheinen, oder eine beendete Aktion bleibt noch eine Weile online.
  • Abweichungen bei Bestand und Preis: Wer den in der Anzeige gesehenen Rabatt auf der Website nicht findet, ist enttäuscht, bricht den Kauf ab, und das Vertrauen in Ihre Marke leidet.

Denken Sie auch daran, dass Sie für jeden Klick auf Ihre Anzeige bezahlen. Ein Besucher, der mit falschen Rabatterwartungen kommt, verbraucht Ihr Budget und verlässt die Website womöglich, ohne zu konvertieren.

Wie finden Sie die von Google hinzugefügten Promotions?

Bevor Sie entscheiden, die Einstellung zu deaktivieren, sollten Sie sich zunächst einen Überblick über den aktuellen Stand verschaffen. Laut Granular Marketing finden Sie die von Google erstellten Promotions folgendermaßen:

  1. Melden Sie sich in Ihrem Google Ads-Konto an und öffnen Sie den Bereich Assets.
  2. Filtern Sie nach Asset-Typ und wählen Sie Promotion (Angebot) aus.
  3. Achten Sie in der Liste auf die Spalte Added by (Hinzugefügt von). Von Google automatisch erstellte Promotions sind dort mit Google AI gekennzeichnet.
  4. Prüfen Sie bei jeder Promotion einzeln den Text, die Rabattangabe und die Kampagne, in der sie verwendet wird.
  5. Gleichen Sie die Angaben mit den aktuellen Aktionen auf Ihrer Website ab und notieren Sie Abweichungen.

Wenn Ihr Konto mehrere Kampagnen enthält, erleichtert eine Prüfung auf Kampagnenebene, zu erkennen, welche Anzeigengruppe betroffen ist.

Einstellung deaktivieren oder aktiviert lassen?

Auf diese Frage gibt es keine allgemeingültige Antwort. Für ein Unternehmen, das seine Website regelmäßig aktualisiert und Aktionen klar kommuniziert, kann die Funktion nützlich sein. Sind Ihre Aktionsseiten jedoch unübersichtlich oder fehlen Ihnen in der Hochsaison die Ressourcen, die Website täglich zu aktualisieren, ist es sicherer, die Kontrolle selbst zu behalten.

So deaktivieren Sie die Einstellung

Laut der Quelle lässt sich die Einstellung Automated promotions deaktivieren, indem man sie auf Off stellt. Gehen Sie dazu wie folgt vor:

  1. Öffnen Sie in Ihrem Google Ads-Konto die betreffende Such- oder Performance Max-Kampagne.
  2. Suchen Sie unter Einstellungen und Assets die Option Automated promotions. Da sich die Benutzeroberfläche gelegentlich ändert, können Sie bei Schwierigkeiten die Suchleiste oben in Google Ads verwenden.
  3. Stellen Sie die Einstellung auf Off und speichern Sie die Änderung.
  4. Kehren Sie zum Bereich Assets zurück und prüfen Sie erneut den Status der von Google AI hinzugefügten Promotions.

Wenn Sie die Funktion aktiviert lassen

Wenn Sie die Funktion weiter nutzen möchten, achten Sie auf folgende Punkte, um die Risiken zu verringern:

  • Formulieren Sie die Aktionstexte auf Ihrer Website kurz, klar und mit allen Bedingungen.
  • Entfernen Sie Grafiken und Seiten beendeter Aktionen umgehend.
  • Prüfen Sie in der Hochsaison täglich die mit Google AI gekennzeichneten Promotions.
💡 Tipp: Wenn Sie die volle Kontrolle behalten möchten, erstellen Sie das Angebots-Asset für Ihre Black-Friday-Aktion selbst und hinterlegen Sie Start- und Enddatum. Laut der Quelle greift die automatische Promotion in einer Kampagne mit manuell erstelltem Angebots-Asset nicht.

Eine Kontrollroutine für den ganzen November

Ob Sie die Einstellung deaktivieren oder aktiviert lassen: Eine feste Kontrollroutine erleichtert Ihnen die Arbeit in der rabattstarken Zeit. Die folgenden Punkte können Sie wöchentlich oder, je nach Aktionsaufkommen, täglich zur Gewohnheit machen:

  • Asset-Prüfung: Lassen Sie sich im Bereich Assets mit dem Filter Promotion alle Angebots-Assets anzeigen und prüfen Sie die Spalte Added by.
  • Übereinstimmung von Website und Anzeige: Stellen Sie sicher, dass die Rabattangabe aus der Anzeige auf der Zielseite genauso zu finden ist.
  • Neue Kampagnen: Denken Sie daran, dass die Einstellung bei neu angelegten Such- oder Performance Max-Kampagnen standardmäßig aktiviert sein kann, und prüfen Sie auch diese Kampagnen.
  • Aktionsende: Aktualisieren Sie zum Ende Ihres Rabatts am selben Tag sowohl die Ankündigung auf der Website als auch das Angebots-Asset in der Anzeige.
  • Abstimmung im Team: Sorgen Sie dafür, dass die Person, die die Website pflegt, und die Person, die die Anzeigen verwaltet, denselben Aktionskalender nutzen.

Bereiten Sie auch Ihre Website darauf vor

Da die automatischen Promotions ihre Informationen direkt von Ihrer Website beziehen, wird auch die Ordnung auf Ihrer Website Teil dieses Prozesses. Alte Aktionsseiten, vergessene Pop-ups oder veraltete Banner begegnen nun nicht mehr nur Ihren Besuchern, sondern können auch in Ihren Anzeigen auftauchen.

Räumen Sie Ihre Website vor dem November kurz auf: Listen Sie alle aktiven Aktionsseiten auf, entfernen Sie abgelaufene und formulieren Sie die Bedingungen neuer Aktionen eindeutig. Wenn Ihr Onlineshop viele Produkte und Aktionen umfasst, können Sie auch überlegen, für diese Ordnung Unterstützung im E-Commerce-Management in Anspruch zu nehmen.

Wenn Sie Ihre Anzeigeneinstellungen und Angebots-Assets rund um den Black Friday von Profis prüfen lassen möchten, werfen Sie einen Blick auf den Service für Anzeigenmanagement von Collapssi.

Häufig gestellte Fragen

Bei welchen Kampagnen funktionieren automatische Promotions in Google Ads?

Laut Granular Marketing gilt die Funktion für Such- und Performance Max-Kampagnen. Die Kampagne muss ein Standort-Asset enthalten und darf kein manuell erstelltes Angebots-Asset haben.

Ist diese Einstellung standardmäßig aktiviert?

Ja. Die Einstellung Automated promotions ist standardmäßig aktiviert und lässt sich deaktivieren, indem man sie auf Off stellt.

Wie erkenne ich die von Google hinzugefügten Promotions?

Filtern Sie im Bereich Assets nach dem Asset-Typ Promotion. Von Google erstellte Promotions sind in der Spalte Added by mit Google AI gekennzeichnet.

Kann ich die Kontrolle behalten, ohne die Einstellung zu deaktivieren?

Wenn Sie Ihrer Kampagne manuell ein eigenes Angebots-Asset hinzufügen, greift laut der Quelle die automatische Promotion in dieser Kampagne nicht. Zusätzlich empfiehlt es sich, die mit Google AI gekennzeichneten Assets regelmäßig zu prüfen.

Quellen

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