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Social Media

Altersverifikation in sozialen Medien ab 1. November: Was ändert sich für Marken?

🗓 ⏱ 7 Min. Lesezeit✍️ Elif Yazar, Blogger
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Diese Woche beschäftigt viele Unternehmer dieselbe Frage: Wie wirkt sich die Altersverifikation in sozialen Medien ab dem 1. November auf die Konten, Anzeigen und Kooperationen von Marken aus? Gerade für Marken, zu deren Zielgruppe Jugendliche gehören, ist diese Regelung ein guter Anlass, die eigene Social-Media-Strategie neu zu überprüfen.

In diesem Beitrag erfahren Sie kurz, was die Regelung mit sich bringt, was sich nicht ändert und welche konkreten Schritte Sie für Ihre Marke in den Bereichen Targeting, Content-Planung, Influencer-Kooperationen und Kontosicherheit unternehmen können. Am Ende finden Sie außerdem eine Checkliste für die kommenden Monate.

Was bringt die Regelung im Überblick?

Wie Aydın Denge Haber berichtet, tritt die Regelung am 1. November 2026 in Kraft, und Nutzer, die ein neues Konto eröffnen, müssen ihr Alter über e-Devlet verifizieren. Laut demselben Bericht sollen auch bestehende Konten bis zum 31. März 2027 das Verifizierungsverfahren durchlaufen.

Laut einem Bericht der 24 Saat Gazetesi dürfen Anbieter sozialer Netzwerke Kindern unter 15 Jahren keine Dienste mehr anbieten. Das Kernziel der Regelung besteht also darin, den Zugang von Nutzern unter 15 Jahren zu sozialen Netzwerken einzuschränken und sicherzustellen, dass das Alter bei der Kontoeröffnung über einen offiziellen Kanal bestätigt wird.

  • Neue Konten: Ab dem 1. November 2026 wird eine Altersverifikation über e-Devlet verlangt.
  • Bestehende Konten: Das Verifizierungsverfahren soll bis zum 31. März 2027 abgeschlossen sein.
  • Unter 15 Jahren: Anbieter sozialer Netzwerke dürfen dieser Altersgruppe keine Dienste anbieten.

Was ändert sich nicht?

Manche Kommentare, die derzeit kursieren, erwecken den Eindruck, als würden sämtliche Social-Media-Konten über Nacht geschlossen. Laut Aydın Denge Haber werden die Konten von Nutzern über 18 Jahren am 1. November jedoch nicht automatisch geschlossen, und soziale Medien werden nicht vollständig verboten.

Für Unternehmen ist das eine wichtige Entlastung. Das Konto Ihrer Marke, Ihre erwachsenen Follower und Ihre bestehenden Inhalte bleiben, wo sie sind. Was sich ändert, ist die Altersstruktur Ihrer Zielgruppe sowie mögliche Schwankungen in Ihren Kennzahlen, da sich das Verifizierungsverfahren über Monate erstreckt.

Die Details dazu, wie die Verifizierung für Unternehmenskonten und die Personen, die diese Konten verwalten, ablaufen wird, können sich von Plattform zu Plattform unterscheiden. Wir empfehlen Ihnen daher, die offiziellen Ankündigungen und In-App-Benachrichtigungen jeder von Ihnen genutzten Plattform regelmäßig zu verfolgen.

Targeting für Marken mit junger Zielgruppe

Für Marken aus Bereichen wie Schreibwaren, Spielzeug, Gaming, Bildung, Snacks oder Jugendmode lautet die größte Frage, wie sie ihre Zielgruppe künftig erreichen. Da Nutzern unter 15 Jahren keine Dienste sozialer Netzwerke mehr angeboten werden dürfen, sollte das direkte Targeting dieser Altersgruppe in sozialen Medien nicht mehr im Mittelpunkt Ihrer Planung stehen.

Definieren Sie Ihre Zielgruppe neu

Die Person, die Ihr Produkt nutzt, ist nicht immer dieselbe, die die Kaufentscheidung trifft. Bei Produkten für Kinder liegt die Entscheidung oft bei Eltern, Lehrkräften oder Angehörigen, die ein Geschenk kaufen. Aktualisieren Sie Ihre Personas (fiktive Profile, die Ihre Zielkunden repräsentieren) so, dass diese Entscheider im Mittelpunkt stehen.

Überprüfen Sie Ihr Anzeigen-Targeting

Prüfen Sie die Altersspannen der gespeicherten Zielgruppen in Ihren Werbekonten. Da sich die Optionen und Regeln der Plattformen für das Alters-Targeting im Laufe der Zeit ändern können, sollten Sie die aktuellen Einstellungen vor dem Start von Kampagnen unbedingt kontrollieren.

  • Prüfen Sie die Altersfilter Ihrer gespeicherten Zielgruppen einzeln.
  • Kontrollieren Sie, ob die Quellen Ihrer Lookalike Audiences (Zielgruppen aus Nutzern, die Ihren bestehenden Kunden ähneln) noch aktuell sind.
  • Richten Sie Ihre Kampagnenziele neu auf Eltern und erwachsene Entscheider aus.
  • Interpretieren Sie Reichweiten- und Engagement-Zahlen während des Verifizierungsverfahrens mit Vorsicht, wenn Sie sie mit früheren Zeiträumen vergleichen.

Wenn Sie diesen Übergang im Bereich Werbung planvoll gestalten möchten, werfen Sie einen Blick auf unseren Service für Anzeigenmanagement.

Den Content-Plan neu denken

Jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt, Ihren Redaktionsplan nicht nur danach auszurichten, wen Sie erreichen, sondern auch danach, wen Sie ansprechen. Wenn Sie eine jugendliche Tonalität verwenden, kann es nötig sein, diese mit einem Ton auszubalancieren, der auch erwachsenen Entscheidern Vertrauen vermittelt.

  • Inhalte für Eltern: Erstellen Sie Inhalte zu Produktsicherheit, Anwendungstipps und Nutzen.
  • Informative Serien: Produzieren Sie Inhalte, die klar angeben, für welche Altersgruppe Ihr Produkt geeignet ist.
  • Community-Management: Beantworten Sie Fragen zur Regelung in Kommentaren und Nachrichten ruhig und mit korrekten Informationen.
  • Eigene Kanäle: Stärken Sie Ihre Owned Media wie Ihre Website, Ihren Newsletter und Ihre Kommunikation im Geschäft.
💡 Tipp: Wenn Ihre Follower Ihnen Fragen zur Regelung stellen, erstellen Sie einen kurzen Informationsbeitrag und verweisen Sie auf offizielle Quellen. So gewinnen Sie Vertrauen und tragen nicht zur Verbreitung von Falschinformationen bei.

Worauf Sie bei Influencer-Kooperationen achten sollten

Der Schlüssel zum Erfolg im Influencer-Marketing liegt darin, dass sich die Community des Creators mit Ihrer Zielgruppe deckt. Da sich das Verifizierungsverfahren über Monate erstreckt, kann sich die Follower-Struktur mancher Konten verändern. Entscheidungen auf Basis alter Daten können daher irreführend sein.

  1. Fordern Sie von den Creatorn, mit denen Sie zusammenarbeiten, aktuelle Zielgruppendemografie (Verteilung nach Alter, Geschlecht und Standort) an.
  2. Bewerten Sie Kooperationen mit Konten, die überwiegend ein sehr junges Publikum ansprechen, neu.
  3. Nehmen Sie flexible Klauseln in Ihre Verträge auf, die eine Anpassung des Plans ermöglichen, falls sich die Zielgruppendaten deutlich ändern.
  4. Geben Sie in Ihren Content-Briefings klar an, für welche Altersgruppe das Produkt geeignet ist.
  5. Bewerten Sie Reichweite und Engagement in Ihren Kampagnenberichten stets zusammen mit der Zielgruppenstruktur.

Um den passenden Creator auszuwählen und Kooperationen messbar umzusetzen, können Sie sich unseren Service für Influencer-Marketing ansehen.

Kontosicherheit gegen gefälschte „Ihr Konto wird geschlossen“-Nachrichten

Jede Neuerung, die für Schlagzeilen sorgt, ist auch eine Chance für Betrüger. Im Bericht der 24 Saat Gazetesi wird davor gewarnt, bei gefälschten Links in Nachrichten wie „Ihr Konto wird geschlossen“ oder „Führen Sie Ihre Altersverifikation sofort durch“ vorsichtig zu sein. Unternehmenskonten gehören wegen ihrer Followerzahl und der Verknüpfung mit Werbekonten zu den attraktiven Zielen solcher Phishing-Versuche (gefälschte Nachrichten, die darauf abzielen, Zugangsdaten zu stehlen).

  • Klicken Sie nicht auf den Link: Öffnen Sie Verifizierungslinks aus E-Mails, SMS oder Direktnachrichten nicht, sondern prüfen Sie den Sachverhalt, indem Sie direkt die App der Plattform und die offiziellen Kanäle aufrufen.
  • Aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung: Diese Funktion verlangt zusätzlich zu Ihrem Passwort einen zweiten Bestätigungsschritt und hilft, Ihr Konto zu schützen, selbst wenn Ihr Passwort in falsche Hände gerät.
  • Überprüfen Sie Berechtigungen: Kontrollieren Sie, wer Zugriff auf das Konto und den Werbeanzeigenmanager hat, und entziehen Sie Personen, die nicht mehr für Sie arbeiten, die Berechtigungen.
  • Informieren Sie Ihr Team: Erklären Sie allen, die Konten verwalten, wie solche Nachrichten aussehen und was zu tun ist.
  • Aktualisieren Sie die Wiederherstellungsdaten: Stellen Sie sicher, dass die mit dem Konto verknüpfte E-Mail-Adresse und Telefonnummer aktuell und erreichbar sind.

Checkliste für die kommenden Monate

Da sich das vorgesehene Verifizierungsverfahren für bestehende Konten bis zum 31. März 2027 erstreckt, ist dieses Thema keine Sache von einer Woche, sondern wird Sie mehrere Monate begleiten. Teilen Sie die folgende Liste mit Ihrem Team, um den Prozess regelmäßig im Blick zu behalten.

  1. Bestimmen Sie eine verantwortliche Person, die die offiziellen Ankündigungen jeder genutzten Plattform verfolgt.
  2. Aktualisieren Sie Ihre Zielgruppendefinition und Ihre Personas.
  3. Prüfen Sie das Alters-Targeting und die gespeicherten Zielgruppen in Ihren Werbekonten.
  4. Ergänzen Sie Ihren Redaktionsplan um Inhalte für Eltern und erwachsene Entscheider.
  5. Fordern Sie bei Influencer-Kooperationen aktuelle Zielgruppendaten an.
  6. Aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung für alle Konten und überprüfen Sie die Zugriffsberechtigungen.
  7. Vergleichen Sie Reichweiten- und Engagement-Berichte monatlich und notieren Sie ungewöhnliche Veränderungen.

Wenn Sie möchten, dass Ihre Konten in dieser Übergangsphase planvoll und sicher verwaltet werden, können Sie sich den Service für Social-Media-Management von Collapssi ansehen.

Häufig gestellte Fragen

Werden am 1. November alle Social-Media-Konten geschlossen?

Nein. Laut Aydın Denge Haber werden die Konten von Nutzern über 18 Jahren am 1. November nicht automatisch geschlossen, und soziale Medien werden nicht vollständig verboten.

Wie erfolgt die Altersverifikation?

Laut dem Bericht müssen Nutzer, die ab dem 1. November 2026 ein neues Konto eröffnen, ihr Alter über e-Devlet verifizieren. Bestehende Konten sollen das Verifizierungsverfahren bis zum 31. März 2027 durchlaufen.

Was sollten Marken tun, deren Zielgruppe Kinder sind?

Da Anbieter sozialer Netzwerke unter 15-Jährigen keine Dienste anbieten dürfen, ist es ein sinnvoller erster Schritt, die Kommunikation auf Eltern und erwachsene Entscheider auszurichten und Anzeigen-Targeting sowie Content-Plan entsprechend anzupassen.

Was soll ich tun, wenn ich die Nachricht „Führen Sie Ihre Altersverifikation sofort durch“ erhalte?

Klicken Sie nicht auf den Link in der Nachricht. Vor solchen gefälschten Nachrichten wird ausdrücklich gewarnt. Prüfen Sie den Sachverhalt, indem Sie direkt die App der Plattform und die offiziellen Kanäle aufrufen, und lassen Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung für Ihr Konto aktiviert.

Quellen

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